Press

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March 2009

Zillo Magazine

p. 21, 108 & CD
Zillo 03/09 Nomen est omen - das trifft besonders auf das Dark-Wave-Duo Lamento zu. Deren selbstbetiteltes Debüt kommt tatsächlich einem "Trauergesang" gleich - wie die deutsche Übersetzung des italienischen Begriffs "Lamento" signalisiert. Roman gründete mit der Brasilianerin Fernanda Rittinghaus Lamento, um eine neue musikalische Ausdrucksform zu finden.
[…] Fernanda, die Sängerin mit dem melancholischen Blick und der traurigen Stimme, lebte 2003 noch in Brasilien in der Nähe São Paulos. […] "Ich sagte seinerzeit, dass sie mir doch mal ein Demo schicken könnte. Die Aufnahme war ernüchternd: dumpfe Basstöne, Gerumpel im Hintergrund, schlechte Produktion. Aber Fernandas Stimme stach heraus. Sie erinnerte mich sofort an Marlene Dietrich und Nico, die in den 1960er Jahren mti Velvet Underground berühmt wurde. Ich hatte die Idee, für Endraum versuchsweise mit einer Sängerin zu arbeiten. Gleichzeitig passte es nicht wirklich zu Endraum, weshalb ich Lamento gründete. […]" Kaum zu glauben, dass Fernanda glücklich verheiratet ist, denn fröhlich oder gar lebensbejahend ist Lamentos Musik nicht. Woher kommen diese Weltabgewandtheit und der Weltschmerz? Roman erklärt dies so: "Fernandas Grundnaturell ist traurig, egal wie ausgeglichen ihr Privatleben auch ist. Sie braucht regelrecht die Einsamkeit udn die Schwermut, um zu existieren. Meine Kinder interessiert es auch nicht, dass ich teilweise zutiefst depressiv bin. Melancholie kannst du nur dann leben, wenn du auch dazu in der Lage bist, zu trauern. Wie sehen Lamento als Ventil, das es uns ermöglicht, klischeefrei Schmerzen nach außen zu tragen. Melancholie ist der einzig adäquate Gegenpol zu der hektischen, gefühlskalten Zeit, in der wir leben. Nur so ist es für Fernanda und mich möglich, zu existieren. Du kannst nicht funktionieren, wenn du stetig etwas unterdrücken musst. Letztlich ist unsere Musik ein Schrei, den wir im normalen Leben nicht schreien können."
Michael Schäfer

March 2009

Trinity Webzine

Chroniques actuelles
Trinity WebzineLe projet Lamento, né de la collaboration de Roman et Fernanda, est une escapade heavenly downtempo digne héritière des atmosphères romantiques du duo allemand. […] Le chant de Fernanda, tour à tour en allemand, en anglais ou en brésilien (sa langue natale), distille sa douceur sur les arrangements de brume et de givre de Roman.  Continue …
Aloysius

February 2009

Zillo Magazine

p.59
Zillo 02/09Ein "Lamento" ist eine Klage, manchmal auch ein trauriges Flehen, das seinen Ursprung in der italienischen Oper des 17. Jahrhunderts hat. Die Band gleichen Namens kommt aus der Stille und verbirgt sich in der Dunkelheit. Dort fühlt sie sich wohl uns sendet Nachrichten nach außen. […] Es geht darum, die Einsamkeit und Traurigkeit der Postmoderne hörbar zu machen. Das verlorene Verlangen, das Fernanda Fiusas Stimme ausstrahlt, wird von dem auf und ab wogenden Klimpern eines Pianos gekitzelt. Roman, der schon mit Endraum geniale Alben wie "Blauhauch" veröffentlichte, versteht es vortrefflich, die Stimme seiner Partnerin zu inszenieren. […] Die Ihnhalte ihrer Songs kreisen um die Themen Selbstzweifel, Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein. Dies mag als Blaupause und Kompass für andere Suchende und Verlorene dienen. […] Lamento ist die weibliche Variante der "Neuen Deutschen Todeskunst". Das Weibliche ist sanfter und nicht so krass und irritierend wie etwa die Frühwerke von Das Ich. Lamento befindet sich eher in bester Gesellschaft von Projekten wie Yendri oder auch Untoten, die ein ähnliches Flair verströmen.
Michael Schäfer



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